Naturfreundehaus - Klimaresilientes Bauen

    Das Gebäudeensemble des Naturfreundehauses Hannover sollte derart umgestaltet werden, dass es den auch zukünftigen zu erwartenden Klimaveränderungen, insbesondere sommerlicher Überhitzung, aber auch hohen Emissionen im Betrieb und damit eigener Umweltbelastungen bestmöglich entgegenwirken kann.

    Die Gebäude aus den 1920er und 1960er, mit Anbauten aus den 1980er Jahren, entsprechen nicht mehr einem heutigen Baustandard; vielmehr zeigen sich aktuell Mängel und Missstände, die bereits in zwei Energiegutachten aus 2011 hinreichend dokumentiert wurden.

    Die Sorge um ein wirtschaftliches Betreiben der beiden Tagungs- und Übernachtungsgebäude geht einher mit zunehmend schwindender Akzeptanz des vorhandenen Standards durch die vielen Besucher*innen des Naturfreundehauses.

    Parallel wurde erkannt, dass insbesondere in einem naturnah gelegenen Gebäude mit Anspruch auf positives Umwelterleben der Nutzer*innen die Chance zum Aufzeigen von Lösungen für Umweltprobleme gegeben sein kann. Das bestehende Gelände stellt einen Natur-Experimentierraum dar - in der Spannbreite von Flächen ohne menschliches Eingreifen bis hin zur Nutzungsgestaltung.

    e3architekten haben nach Freigabe von öffentlichen Fördergeldern im Programm “Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen” des Bundesumweltministeriums (BMUV) den Auftrag erhalten, Lösungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Nutzung in und an den Häusern zu erarbeiten. Um diese Lösungsmöglichkeiten in allen Teilaspekten umfassend und fachgerecht zu konzeptionieren, wurden des Landschaftsplanungsbüro plateau LA und das Fachplanungsbüro IGFH hinzugezogen.

     

    Klimaresilientes Bauen - Idee & Konzeptansatz

    Der Idee des klimaresilienten Bauens am konkreten Beispiel des Naturfreundehauses Hannover liegt das Verständnis zugrunde, dass Alles mit Allem zusammenhängt - in diesem Fall fokussiert sich das Beziehungsgeflecht von Mensch und Natur über Gebäude und deren Haus-Technik. Ausgehend von der Bestandsanalyse, dem Aufzeigen der Mängel in Bezug auf eine geplante Gebäudeoptimierung, einer Verbesserung von Gelände- bzw. Naturgegebenheiten sowie dem Ausschöpfen von Potentialen in der Bestandssituation sehen wir die Möglichkeit, die vier Aspekte Gebäude / Natur / Mensch / Technik in ihren Zusammenhängen und Abhängigkeiten gemeinsam zu bearbeiten, zu verbessern und erlebbar zu machen - der Name ist Programm.

     

    Planungskonzept

    • Berücksichtigung der vorgenannten Bausteine des klimaresilienten Bauens                 
    • Gebäude / Natur / Mensch / Technik
    • Energetische Modernisierung der Gebäude
    • in Verbindung / Verflechtung mit unterschiedlichsten Naturaspekten
    • Neue Heizungs- und Lüftungssysteme
    • zukünftige Perspektiven und weiteres Potential:
      • Räumlichkeiten und Grundrisse = mehr Bettenräume / Übernachtungsplätze
      • mehr Platz für Seminare
      • Barrierefreiheit
      • Sichtbar / erlebbar machen von Natur als pädagogisches Lernprogramm
      • Modernisierung inneres und äußeres architektonisches Erscheinungsbild